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Diei Geschichte des Vereines


Aus der Geschichte des Vereins für Gartenbau und Landespflege Stephansposching e.V.:

Im Jahre 1903 gründeten 43 Mitglieder den „Obstbauverein Stephansposching“. Die damalige Satzung vom 17. Mai 1903 beschreibt in § 1 und 2 den Sinn und Zweck des Vereins: Die Pflege und Förderung des Obstbaues in Stephansposching und Umgebung. Dies soll erreicht werden durch Verbreitung der zum Obstanbau notwendigen Kenntnisse durch Vorträge und Wanderversammlungen, praktische Anleitung zur Baumpflege, die Verbreitung der Monatszeitschrift „Obstbau“, Veranstaltung von Ausstellungen, Vorschläge für besonders geeignete Obstsorten, durch Einführung einer entsprechenden Obstverwertung, Aussetzung von Prämien auf Anzeigen von Obstbaumfreveln, sowie durch Verlosung von Obstbäumen.

Gründungsvorstand des Obstbauvereins war der königliche Straßenaufseher Herr Josef Müller aus Stephansposching/Bhf. Die Mitgliederzahl erhöhte sich schon bis Ende 1903 auf 86 Mitglieder. Noch im Gründungsjahr wurden vom Verein 500 Obstbäume angekauft und wie geschrieben wurde, gegen geringer Bezahlung an Mitglieder verkauft. In der Jahreshauptversammlung am 21. November 1903 wurden 56 Obstbäumchen unter den Mitgliedern verlost. Im Jahre 1914 wurde der Gutsbesitzer Josef Wittmann aus Stephansposching, welcher vorher auch 6 Jahre Bürgermeister von Stephansposching war, zum Vorstand des Vereins gewählt. Im Jahre 1934 wurde Wittmann vom Sattlermeister Albert Weigand aus Stephansposching als Vorstand abgelöst. Beiden Vorständen wird großer Sachverstand im Obstbau, Organisationstalent und beachtlicher Vereinsfleiß nachgesagt. Im Jahre 1945 übernahm Herr Ludwig Lichtenegger, Schuhmacher aus Wischlburg für 7 Jahre den Vorstandsposten. Von den Vereinsaktivitäten während des 2. Weltkrieges ist wenig bekannt. Von 1952 bis 1954 führte der Schmiedemeister Josef Ramsauer den Verein. Als 1954 Hauptlehrer Leo Bodemann, Vorstand wird und Studienrat Heinrich Giljohann Schriftführer, wird sofort mit dem Aufbau einer Vereinniederschrift begonnen. Der Verein zählt 80 Mitglieder und mit Kassier August Schön wird ein guter Geist über 25 Jahre lang ein unermüdlicher „Gartenpfleger“, wie man in heute bezeichnen würde, im Verein tätig. Obstbaumschnittkurse, Lichtbildervorträge über Blumengärten und Balkonschmuck waren Schwerpunkte in der Vereinsarbeit. Der Vereinsname wird 1957 den veränderten Mitgliederinteressen angepasst und heißt nun:“ Obst- und Gartenbauverein Stephansposching.“ Der Jahresmitgliedsbeitrag beträgt 1957 2,--Deutsche Mark. Von 1968 bis 1976 leitet Postoberschaffner Alois Steininger die Geschicke des Vereins. Am 18. Mai 1963 feiert der Verein im großen Saal des Gasthauses Sagstetter in Stephansposching mit Musik und Tanz das 60-jährige Gründungsfest. 200 Mitglieder und Freunde feiern bis in die frühen Morgenstunden. Als Herr Max Saller, Postbeamter aus Uttenhofen von 1976 bis 1981 Vorstand wird, werden jährlich Obstbaumschneidekurse durchgeführt und Omnibusausflüge organisiert. Herr Paul Staudinger, Technischer Angestellter aus Uttenhofen, wird von 1981 bis 1994 Vorstand im Verein. Die Mitgliederzahl in der Ära Staudinger wird von 110 Mitgliedern auf 219 Mitglieder gesteigert. In dieser Zeit unterstützt der Verein mehrmals den Wettbewerb „unser Dorf soll schöner werden“, führt eine größere Baumpflanzaktion durch, stellt Ruhebänke auf, besucht mehrere Internationale-, Bundes- und Landesgartenschauen , schafft Rasenvertikultierer und Gartenfräse an und führt ein jährliches Mostfest ein. 1983 wurde im Rahmen des Uttenhofener Maifest groß und eindrucksvoll das 80-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Am 3. März 1989 beschließt die Generalversammlung eine neue Vereinssatzung und gibt sich den neuen Vereinsnamen: „Verein für Gartenbau und Landespflege Stephansposching“.

Im Jahre 1994 wird Hermann Mätzner, aus Stephansposching zum Vorstand gewählt. Noch 1994 wird im Keller der Grundschule Stephansposching von den Mitgliedern ein Mostraum eingerichtet und für 8900 DM eine Mostpresse angeschafft. Mit Xaver Schwarzensteiner wurde ein tüchtiger Mostmeister gefunden, der dann über 10Jahre diesen Dienst sehr erfolgreich verrichtete. Die Einführung von Gartlerstammtischen , mit einer Vielzahl von Referaten und Lichtbildervorträgen bereicherten das Vereinsleben. Jährliche meist mehrtägige Vereinsausflüge und Besichtigungsfahrten finden bei den Mitgliedern großen Zuspruch. Zum Beispiel 1995 nach Karlsbad und Marienbad, 1996 Landesgartenschau in Amberg, 1997 zum Narzissenfest in Bad Aussee, 1998 in die Südsteiermark, 1999 zum Bodensee und zum Leonhardiritt nach Bad Tölz, 2000 zu den Osterbrunnen in Franken und außerdem nach Südtirol, 2001 Besichtigung einer Orchideenzucht in Mittelfranken und an die Mosel, 2002 Gartenmesse in München und nach Dresden mit Elbsandsteingebirge, 2003 Südtirol und zum Weihnachtsmarkt in Hexenacker, 2004 zur Landesgartenschau in Burghausen und nach Budapest und 2005 zur Bundesgartenschau nach München und nach Slovenien. Durchgeführte Pflanzwettbewerbe mit Kürbis, Kartoffeln, Zwiebeln, Kraut und Blumen sollen bei den Schulkindern das Interesse am Gartenbau wecken.
Am 24. und 25. Mai 2003 wurde in der Krinner-Festhalle in Uttenhofen das 100-jährige Gründungsfest mit Standkonzert, Ehrenabend, Festzug und Festgottesdienst des Vereins gefeiert. Sehr stolz war der Verein auf sein „Stephansposchinger Schmankerl-Rezeptbuch“, das 20 Vereinsmitglieder anlässlich des 100-jährigen Gründungsfestes erstellten und welches in kürzester Zeit ausverkauft war.
Der Verein ist weiterhin bemüht den Paragrafen 1 der Satzung: „ Der Verein bezweckt die Förderung des Obst- und Gartenbaues, der Landespflege und des Umweltschutzes zur Erhaltung einer schönen Kulturlandschaft und der menschlichen Gesundheit. Der Verein fördert insbesondere die Ortsverschönerung und dient damit der Verschönerung der Heimat, der Freizeitgestaltung und Naherholung, der Heimatpflege und somit der gesamten Landeskultur“ der Zeit entsprechend zu erfüllen.

geschrieben: Hermann Mätzner

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